Wir sind hier nicht zum Spaß - Kollektive und subkulturelle Strukturen im Berlin der 90er Jahre

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin, 2013

Viele Künstlerinnen und Künstler wendeten sich im Berlin der 90er Jahre neuen Formen der Zusammenarbeit zu. Ziel ihrer weitgehend selbstorganisierten Strukturen war es, mit minimalem finanziellen Aufwand kulturelle Produktionen anzustoßen und die volle Kontrolle über die sich daraus ergebenden Prozesse zu behalten. Man initiierte kleine oder größere Clubs, gründete Galerien und Plattenlabels oder gab Magazine im Eigenvertrieb heraus. [...]





lovers

Gesellschaft für aktuelle Kunst, Bremen, 1998

Tonspur der Installation lovers. Sequenzen aus Begegnungen von Filmpaaren wurden arrangiert und in ein surrealistisches Soundscape aus vorwiegend elektronischer Musik gebettet. [...]





BERLINNIUM - Maschine

Tesla, Berlin, 2007

Die BERLINNIUM-Maschine (BRLNNM) ist ein Geschichten schreibender und Schichten beschreibender Apparat. Als operatives und konzeptuelles Werkzeug variabler Interpretation bildet die BERLINNIUM-Maschine (BRLNNM) Spaziergänge als räumliche Projektion zeitlicher Erfahrung bzw. als zeitliche Projektion räumlicher Erfahrung ab. Idealerweise funktionieren die von der BERLINNIUM-Maschine (BRLNNM) erzeugten Muster als Simulationen von Bewusstheits- oder Wahrnehmungszuständen, wie sie ein Spaziergänger erlebt. [...]







A Day at the Taj

meinebank, Berlin, 2003

In Vertigo, WG Sebald quotes the French novelist, Stendhal, on touristic travel engravings “before very long they will displace our memories completely, indeed one might say they destroy them.” Image-glut of some places, such as the Taj Mahal, now does not even permit the formation of memories. Paul Paulun never even wanted to go to the Taj Mahal. “Although a postcard is just surface,” Paulun points out, “the media high pressure of the Taj made me feel as though I had ‘already seen it’.” Not only is visual and visceral complexity of place reduced by the postcard, but more seriously, the sound field diminishes and is degraded. (And dangerously, this might all be happening subconsciously to some of us.) In A Day at the Taj, Paulun investigates restoring not only place but also memory to us. [...]